Flughafen Madrid-Barajas / ÖPNV in Madrid

Da die meisten Atleti-Fans aus Deutschland mit einem Flugzeug nach Madrid kommen, landen sie zunächst am Flughafen im Stadtbezirk Barajas, ca. 12 km vom Zentrum entfernt. Die erste Frage, die man sich nach dem Verlassen des Fliegers und der Abholung des Gepäcks stellt, heißt: Wie komme ich ins Zentrum bzw. ins Hotel?

Es gibt hier natürlich mehrere Möglichkeiten:

  • Taxi (womöglich ziemlich teuer);
  • Uber;
  • normale Buslinien;
  • eine Schnellbuslinie 203 bis zum Bahnhof Atocha (Airport Express)
    Vorsicht: Hier gilt eine Sonderfahrkarte für 5 €, die nur direkt beim Fahrer gekauft werden kann.
  • die Metro (U-Bahn) Linie 8 (rosa)


Empfehlenswert ist definitiv die Variante mit der Metro.

  • Erstens gilt die Linie 8 als eine Schnellverbindung zwischen Zentrum Madrids und dem Flughafen (verfügt über lediglich 8 Stationen),
  • zweitens ist die Madrider Metro grundsätzlich sehr gut vernetzt sowie ausgebaut und mit max. 2 x Umsteigen erreicht man jedes Hotel / jede Unterkunft, solange sie in den Stadtgrenzen liegen.
  • Und drittens kann man gleich an am Eingang befindlichen Automaten die sog. Tarjeta Transporte Público erwerben. Sie kostet einmalig 13 € (Stand November 2025) und ermöglicht zunächst 10 Einzelfahrten mit U-Bahnen und Bussen. Die späteren Aufladungen an den Automaten kosten 7,50 € für jeweils 10 weitere Einzelfahrten. 


Grundsätzlich gilt die Metro – wie in den meisten Großstädten Europas – als das schnellste und zuverlässigste Verkehrsmittel in Madrid.

Eine wichtige Information für alle Rojiblancos:
Um ins Estadio Metropolitano zu gelangen, muss man die Linie 7 / Station (wie auch sonst) Estadio Metropolitano nehmen.

Zum Schluss noch zwei wichtige Hinweise für die Rückkehr aus Madrid. Viele, die vor allem im Osten der Stadt übernachten und am Tag des Rückflugs z.B. über Google Maps checken, wie sie zum Flughafen kommen, erhalten eine Verbindung angezeigt, die nicht über die U-Bahn-Linie 8 führt, sondern über die Buslinien, die früher oder später die Schnellbuslinie zum Flughafen erreichen. Abgesehen von zusätzlichen Kosten (5 €) muss man hier bedenken, dass der Bus – je näher zum Flughafen – immer voller wird und es kann passieren, dass keine neuen Passagiere genommen werden (Stichpunkt unnötiger Ärger und Zeitdruck mit dem Warten auf den nächsten Bus).

Der Flughafen Barajas ist ansonsten einer der größten Flughäfen Europas. Dazu ist er – im Gegensatz zum bspw. Heathrow in London – ein wenig unübersichtlich für Erstbesucher. Man kann nur empfehlen, um ganz entspannt und stressfrei die Zeit vor dem Abflug zu verbringen, ca. 3 Stunden vor dem geplanten Abflug vor Ort zu sein (an einem Freitagnachmittag bzw. vor Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern sogar 4 Stunden).

Unterkunft

Übernachtungen sind grundsätzlich eine ziemlich individuelle Frage und hängen von der jeweiligen Größe des Geldbeutels ab. Eine relativ preisgünstige Variante sind sog. hostals.

Häufig errichtet in den ehemaligen Mietshäusern im Zentrum von Madrid bieten sie sogar Einzelzimmer an, qualitativ sind sie dennoch gewöhnungsbedürftig. Frühstück oder grundsätzlich Verpflegung bieten sie natürlich nicht an. Erfahrungsgemäß eine gute Variante für Einzelreisende, die das Zimmer nur für 2-3 Übernachtungen benutzen möchten.

Für einen längeren Aufenthalt oder für Familienreisen sind Ferienwohnungen oder Hotels eine bessere Option.

Ein Hotel, in dem man an Tagen rund um die Heimspiele von Atlético mehrere Gleichgesinnte trifft, ist z.B. das Hotel Porcel Torre Garden. Gelegen östlich vom Zentrum unweit der U-Bahn-Station Alsacia (ca. 20 Minuten mit der Metro vom Zentrum entfernt) ist es nur ca. 15-20 Minuten Busfahrt (Linie 167) vom Estadio Metropolitano entfernt. Eine interessante Option für all diejenigen, die vor allem nach CL-Spielen schnell im Hotel sein möchten und nicht unbedingt im Zentrum wohnen müssen.

Sehenswürdigkeiten

Madrid ist – auch wenn es viele Colchoneros vielleicht gerne so sehen – nicht nur Atlético. Madrid als die Hauptstadt Spaniens bietet selbstverständlich eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Tage vor und nach den Spielen aktiv zu gestalten. Das individuelle Programm hängt natürlich von Vorlieben und jeweiligen Interessen an, nichtsdestotrotz eine kleine Empfehlung, die allen voran für die Erst- bzw. Kurzbesucher interessant sein kann, schadet wohl nicht.

Einen entspannten Spaziergang durch das Stadtzentrum kann man im Parque del Retiro, einem schönen Park am östlichen Rand der Innenstadt Madrids, am Vormittag starten. Unzählige Statuten, Brunnen, Straßenmusiker und Straßenkünstler, dazu mehrere Freiluftcafés – ein eher gemächlicher Beginn einer Tour durch die größte Metropole Spaniens. Wenn man den Park über den Jardín del Parterre (westlicher Teil des Parks) verlässt und ca. 10 Minuten abwärts – am Prado-Museum vorbei – spaziert, erreicht man einen Ort, an dem jedes rot-weiße Herz schneller schlägt: la Fuente de Neptuno. Hier feiern die Rojiblancos ihre Helden nach gewonnenen Pokalen sowie Meisterschaften und der stolze Neptun, der römische Meeresgott, bekommt obligatorisch die Atleti-Fahne, die vom Mannschaftskapitän an seinem Dreizack befestigt wird.

Nur ca. 10 Minuten nördlich des Neptun-Brunnens erhebt sich das imposante Palacio de Cibeles, seine weiße Fassade mit mehreren Türmen unterschiedlicher Größe wirkt fast wie aus einem Märchen (obwohl es sich ursprünglich lediglich um das Hauptpostgebäude der Stadt handelte…) Heute befindet sich dort der Sitz der Stadtverwaltung von Madrid. Der Brunnen direkt davor – la Fuente de Cibeles – ist auf jeden ein architektonischer Hingucker und auch ein Ort der Feierlichkeiten der Fußballfans, die hier aus offensichtlichen Gründen nicht weiter vertieft werden.

Weiter westlich – vorbei am imposanten Edificio Metrópolis – erreicht man nach ca. 15 Minuten die Puerta del Sol, den bekannten und immer vollen Platz im Zentrum von Madrid, der zugleich Spaniens geographischer und städtischer Mittelpunkt ist (der entsprechende Null-Kilometerstein befindet sich auf der südlichen Seite des Platzes). Auf der östlichen Seite des Platzes wiederum steht die vier Meter hohe Statue El Oso y el Madroño (der Bär und der Erdbeerbaum). Der sich gegen den Baum reckende Bär, der allen Atlético-Fans aus dem Vereinswappen bestens bekannt ist, ist allen voran das Hauptmotiv im Stadtwappen von Madrid. Unweit der Puerta del Sol befindet sich mit der Plaza Mayor vielleicht der berühmteste Platz in ganz Spanien: Ein rechteckiger Platz, der komplett mit viergeschossigen Wohngebäuden umgeben und nur über bogenartige Zugänge erreichbar ist. Indem man die Plaza Mayor über den nordwestlichen Bogen verlässt, erreicht man gleich den Mercado de San Miguel, einen ehemaligen Lebensmittelmarkt in einem architektonisch äußerst interessanten Gebäude, in dem heutzutage unzählige Tapas-Angebote für Einheimische und Touristen angeboten werden. Ein Besuch lohnt sich immer, allerdings nicht an Wochenenden!

Wenn man der Devise „Go West“ weiterhin treu bleibt, kommt man nach ca. 15 Minuten zum „königlichen“ Komplex. Der Königspalast, die neoklassizistische Almudena-Kathedrale sowie die Galerie der königlichen Sammlungen können – abhängig von der verfügbaren Zeit und Interesse – auch drinnen besichtigt werden. Last but not least durchaus empfehlenswert ist die Plaza de España, ca. 15 Minuten nördlich vom Königspalast entfernt. Im Zentrum des Platzes befindet sich ein monumentales Denkmal zu Ehren von Miguel de Cervantes. Insbesondere die dort stehenden überdimensionalen Skulpturen von Don Quijote und Sancho Panza sind beliebte Partner für Familien- und Gruppenfotos. Von hier aus, wo am südöstlichen Ausgang des Platzes die Gran Vía – eine famose Einkaufsstraße und eine wichtige Verkehrsader Madrids – beginnt (oder endet, je nachdem), kann man sich entspannt in Richtung Zentrum begeben, um in einem Restaurant oder einer der unzähligen Tapas-Bars das gerade Erlebte beim leckeren spanischen Essen Revue passieren zu lassen.

Museo del Prado und Co.

Die Fußball-Fans sind grundsätzlich nicht gerade als leidenschaftliche Museumsgänger bekannt, nichtsdestotrotz ist ein ein Besuch im Prado-Museum, wenn man nicht gleich nach dem Spiel nach Deutschland zurückfliegt, eigentlich Programm. Es reicht nur die wenigen Namen der Künstler zu nennen, deren Gemälde in dieser – einer der größten und bedeutendsten – Kunstsammlungen der Welt zu finden sind, um die Neugier bei jedem zu erwecken: Francisco de Goya, Diego Velázquez, Caravaggio, Albrecht Dürrer, Rembrandt oder Hieronymus Bosch. Falls jemand durch den Besuch im Prado-Museum die Leidenschaft für die Kunst bei sich entdeckt hat, kann ebenfalls das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza – unweit des Prado-Museums gelegen – besichtigen. Die dort befindliche Kunstsammlung ist mit Gemälden von u.a. Vincent van Gogh, Paul Gaugin oder Peter Paul Rubens ebenfalls eine Augenweide. Aufgerundet kann der Besuch in den größten Museen Madrids im Museo Reina Sofía (auch ohne Probleme zu Fuß vom Prado-Museum zu erreichen). In der Sammlung neuerer spanischer Kunst lassen sich die Kunstwerke von Salvador Dalí oder Pablo Picasso finden. Vor allem Picassos „Guernica“ ist hier ein richtiger Touristenmagnet. Übrigens alle drei Museen lassen sich relativ günstig mit dem sog. Abono del Paseo del Arte besichtigen. Dieses Abonnement ermöglicht einen Besuch in allen diesen drei Museen, kostet einmalig 32,80 € (Stand Januar 2026) und ist ein Jahr lang gültig.

Nicht gerade günstig (28 € / Stand November 2025), aber auf jeden Fall empfehlenswert ist das Fußball-Museum Legends: The Home of Football an der Puerta del Sol. Das moderne Museum, das vollständig dem Fußball gewidmet ist und sich über mehr als 4.000 m² auf sieben Etagen erstreckt, bietet einen chronologischen und multimedialen Rundgang durch die Geschichte des Fußballs. Insbesondere die riesige Sammlung historischer Trikots ist ein echter Hingucker für jeden Fußballbegeisterten.

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