In unserer neuen Rubrik „Wer weiß denn so etwas?“ stellen Mitglieder unseres Peña kleine, spannende oder überraschende Geschichten rund um Atlético Madrid vor – Fakten, Entdeckungen oder Anekdoten, die selbst viele Atleti-Fans noch nicht kennen.
Den Anfang macht unser Mitglied Piotr Woloszyn.
Das Vereinswappen von Atlético Madrid ist schon recht ungewöhnlich und auch aus heraldischer Sicht definitiv ein Hingucker. „El Oso y el Madroño“ (der Bär und der Erdbeerbaum) bildet dabei das zentrale Motiv, das aus dem Stadtwappen von Madrid übernommen wurde. Hinzu kommen die sieben weißen Sterne auf dunkelblauem Hintergrund, die an das Sternbild des Großen Bären erinnern, das in klaren Nächten über der Sierra de Guadarrama nördlich von Madrid besonders gut zu erkennen ist. Und natürlich runden die unverwechselbaren rot-weißen Streifen das gelungene Vereinslogo ab.
Doch woher kommt eigentlich die eher ungewöhnliche Form des Wappens?
Bis gestern wusste ich es selbst nicht. Erst nachdem ich mich (freudetrunken nach der Gala gegen Tottenham) auf die Suche nach den Spuren des alten Estadio Metropolitano (1923–1966) im Nordwesten der spanischen Hauptstadt gemacht hatte, kam ich der Sache auf die Spur. Wie so oft in solchen Situationen half mir dabei die Navigation auf meinem Handy.
Vor Ort stellte ich während der Begehung des damaligen Stadiongeländes und beim Vergleich mit historischen Bildern fest, dass die Straßenzüge damals wie heute identisch sind und ein ungewöhnliches Fünfeck bilden. Genau in diesem Fünfeck befand sich bis 1966 das Gelände des alten Metropolitano. Und ausgerechnet dieses Fünfeck verleiht seit 1947 auch dem Vereinswappen von Atlético Madrid seine charakteristische Form.