Spieler, wechsle dich! Die Transfer-Gerüchte rund um Atlético

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Spieler, wechsle dich! Die Transfer-Gerüchte rund um Atlético

Das Wappen des Club Atlético de Madrid S.A.D.Im letzten Beitrag berichteten wir von den ersten bestätigten Bewegungen Atléticos auf dem gerade vor Kurzem geöffneten Transfermarkt, in diesem Artikel werden weitere mögliche Transfers (sowohl Zu- als auch Abgänge) geschildert. Die hier angegebenen Informationen beruhen auf verschiedenen Meldungen aus der internationalen Presse, von daher sind sie höchstens als ein interessantes Sommerloch-Planspiel zu betrachten.

Neben Dani Aranzubia, Diego, Tiago und David Villa sollen sich auch Diego Costa und Filipe Luis (beide Chelsea; „If you can’t beat them, buy them out“) auf dem Absprung befunden haben. Nach den übereinstimmenden Berichten der spanischen und englischen Presse soll der beste Torschütze von Atlético Madrid einen Vorvertrag mit dem FC Chelsea unterschrieben haben, genauer gesagt ein gewisser Spielerberater namens Jorge Mendes als sein Bevollmächtigter. Sollte der Brasilianer mit spanischem Pass zu einem anderen Verein wechseln wollen, müsste er mit einer hohen Strafe im Millionenbereich rechnen. Anfang dieser Woche soll in dieser Angelegenheit endlich reiner Tisch gemacht werden. Auf eine etwaige Unterzeichnung des Vorvertrages von Filipe Luis gibt es zwar keine direkten Hinweise, die Verpflichtung von Guilherme Siqueira für kolportierte 10 Mio. € (auch Linksverteidiger mit Drang nach vorne) stellt sicherlich mehr als nur ein Indiz für den bevorstehenden Abgang des beliebten Brasilianers dar.

Jorge Mendes und Atlético Madrid – diese Zweckgemeinschaft funktionierte in den letzten Jahren mehr oder weniger erfolgreich, der wohl am besten vernetzte Spielerberater der Welt lotste einige seiner Schützlinge an den Manzanares. Die Probleme kamen mit den ersten Erfolgen, schließlich leben solche Menschen wie Jorge Mendes von Transfers der Fußballer. Und je teurer ein Spieler verkauft wird, desto höher fällt die Provision eines Spielerberaters aus. Die Meisterschaft 2014 sowie das Champions-League-Finale trugen zwangsläufig dazu bei, dass sich zahlreiche Atleti-Profis in die Notizblöcke mehrerer „großer“ Klubs spielten. Zwar beteuerten die meisten Rojiblancos ihre Verbundenheit mit dem Verein und trotz lukrativer Angebote (Koke, Arda Turan) spielten sie deren in der Presse kursierten Wechselabsichten herunter, bei Diego Costa, Filipe Luis sowie Tiago war dies nicht der Fall. Und alle diese Spieler haben den gleichen Spielerberater – Jorge Mendes. Bei Atlético Madrid wird gemunkelt, die Transferwünsche (bzw. das Ausschlagen des neuen Vertragsangebots von Tiago) der Spieler aus dem Stall Mendes seien kein Zufall und der Verein sehe darin der Druck des berühmt-berüchtigten Spielerberaters. Angeblich soll selbst Diego Simeone das Ende der Zusammenarbeit mit dem einflussreichen Portugiesen gefordert haben. Und nach den letzten zwei Jahren würde sich keiner im Verein trauen, das Wort von Cholo zu unterschätzen. Sollten sich diese Gerüchte in der Tat bewahrheiten und die Colchoneros die Zusammenarbeit mit Jorge Mendes zumindest einschränken würden, wäre die Zukunft von weiteren „Mendes-Spielern“ im Verein wie Miranda sowie Adrian Lopez ungewiss (Miranda soll u.a. vom FC Barcelona umworben gewesen sein).

Da der Abgang von Diego Costa eine beschlossene Sache zu sein scheint, bleibt die Frage nach dem neuen Stürmer. Rechnet man den Abgang von David Villa allerdings hinzu, ist Atlético Madrid im Moment mit Adrian Lopez sowie dem Neuzugang Ángel Correa (wird wegen der erst nach der WM in Brasilien zu Ende gespielten Copa Libertadores die großen Teile der Vorbereitung auf die neue Saison verpassen) in der Angriffsformation nicht sonderlich breit aufgestellt. Es werden selbstverständlich einige Namen in der Presse gehandelt (Carlos Vela, Nullachtfünfzehn-Gerücht Fernando Torres, Olivier Giroud), Konkretes gibt es nicht.

Spannend bleibt die Torhüter-Frage. Der ausgeliehene Thibaut Courtois muss naturgemäß zurück zum FC Chelsea, an einer erneuten Ausleihe wird zwar gebaggert, die Erfolgsaussichten sehen heuer nicht sonderlich gut. Eine Möglichkeit bestünde im Falle der Verbindung einer weiteren Ausleihe mit einem Transfer vom Manzanares an den Stamford Bridge. Eine definitive Verpflichtung des belgischen Nationalspielers kommt wegen der hohen Ablöse kaum in Frage. Als eine eventuelle Alternative taucht in den spanischen Medien der Costa-Ricaner Keylor Navas (UD Levante) auf. Der 27-Jährige hat eine tolle Saison in der spanischen Liga hinter sich (Torwart-Effizienz über 80%) und seine Ablöse wäre noch zu verkraften. Notfalls könnte sie dank einer Ausleihe eines jungen Atleti-Spielers (Leo Baptistao, Oliver Torres) noch gedrückt werden.

Ungewiss ist überdies die Zukunft von Jose Ernesto Sosa. Der Argentinier war vom ukrainischen Erstligisten Metalist Charkiw ausgeliehen worden und mit seinen Spielanteilen riss er die meisten Atleti-Fans nicht vom Hocker. Ein Bewunderer von seinem Talent ist jedoch ein gewisser Cholo Simeone, deswegen lässt sich eine feste Verpflichtung des Mittelfeldspielers nicht ausschließen. Die Ablösesumme soll einerseits um ca. 10 Mio. € liegen, andererseits bleibt der ukrainische Fußball von der prekären Situation im Osten des Landes nicht verschont. Dies könnte – auch wenn es durchaus grausam klingt – den Rojiblancos zugute kommen und der Verein würde die niedrigere Ablösesumme einfacher aushandeln können.

Last but not least bleibt noch die Lücke, die der in den letzten Wochen stark aufspielende Portugiese Tiago im Mittelfeld hinterlässt. Hier wird ein Versuch unternommen, dieses Problem mit Bordmitteln (Mario Suarez, Josuha Guilavogui) zu lösen. Eine mögliche Option wäre ebenfalls Saul Niguez, der beim Rayo Vallecano (Leihe) völlig überzeugte und eine Chance von Cholo Simeone erhalten sollte.

Von | 2017-07-03T11:15:48+00:00 09. Juni 2014|1. Mannschaft, Atlético|0 Kommentare

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