Neuigkeiten aus der rot-weißen Gerüchteküche

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Neuigkeiten aus der rot-weißen Gerüchteküche

falcao„Nach der Spielzeit ist vor der Spielzeit” – für diesen floskelhaften Spruch wären sicherlich bei Jörg Wontorra einige Euro-Scheine ins Phrasenschwein fällig, hier wird dieser Spruch verwendet, um einen kleinen Vorgeschmack dessen, was auf alle Atleti-Fans in den kommenden drei Monaten zukommen wird, darzustellen.

Radamel Falcao

Die Zukunft vom kolumbianischen Stürmerstar wird durch die Medien auf mannigfaltige Art und Weise zubereitet: gegrillt, gekocht, gebraten oder gepökelt. Mal soll er den Medizincheck beim AS Monaco bestanden haben, mal den Vorvertrag bei Manchester City unterzeichnet haben. Einige wollen ihn mit Jose Mourinho – dem wahrscheinlichen neuen Manager vom FC Chelsea – plaudern gesehen haben, die Anderen hingegen beim Lunch mit dem Scheich, der sein Kleingeld in den Pariser Vorzeigeklub pumpt. Solche Geschichten werden auf uns in den kommenden Wochen einprasseln, damit müssen die Fans von Atlético Madrid schlicht und ergreifend leben. Fakt ist aber: der Verein erteilte dem Spieler eine Freigabe für einen Wechsel, sobald er einen Wechselwunsch äußert. Sollte der Fall eintreten, würde Atlético die festgeschriebene Ablösesumme (60 Mio. €) kassieren, ein Teil davon müsste aber einer Investment-Gruppe, die vor zwei Jahren den Transfer von Falcao nach Madrid eingefädelt hatte, sofort überweisen. Nach dem Abgang des kolumbianischen Angreifers sollte die Lücke im Sturm ergänzt werden, zu den von der Presse gehandelten Namen gehören u.a. Luis Suarez (FC Liverpool, eher unwahrscheinlich), Fernando Torres (FC Chelsea, nur im Falle eines Tauschgeschäfts mit Falcao), Christian Benteke (Aston Villa), David Villa (FC Barcelona) oder Alvaro Negredo (FC Sevilla) – die letzten Beiden durchaus vorstellbar.

Thibaut Courtois

Der junge Belgier absolviert gerade eine Wahnsinnsaison, die Zamora-Trophäe ist dem 21-Jährigen kaum zu nehmen. Die Atleti-Macher arbeiten sehr intensiv daran, die Ausleihe des Ausnahmetalents vom FC Chelsea um ein weiteres Jahr zu verlängern. Seine Zukunft im Atleti-Dress hängt allerdings sehr viel von den weiteren Plänen von Petr Cech ab. Sollte der etatmäßige Torwart der Londoner noch ein Jahr für seinen Klub spielen wollen, wäre der FC Chelsea nicht abgeneigt, Courtois erneut an den Manzanares zu schicken. Zumal die Londoner mit seiner Entwicklung in Madrid mehr als zufrieden sind. Der Spieler selbst kann sich seinen Verbleib im Estadio Vicente Calderón ebenfalls vorstellen.

`Cata´ Diaz, Cisma und Pulido

Die Zukunft von diesen drei Spielern ist im Atleti-Dress mehr als ungewiss. `Cata´ Diaz spielte selten, immer seltener noch wusste er zu überzeugen. Für die Champions League muss ein sichereres Backup geholt worden, sollten Diego Godin oder Miranda verletzungsbedingt ausfallen. Cisma und Pulido werden den Verein wahrscheinlich auch verlassen, wobei hier die Option einer Ausleihe auch in Betracht gezogen werden kann.

Arda Turan

Der Türke liebäugelte im Winter mit einem Wechsel, anschließend bestritt er sein Vorhaben etwas schwammig im Rahmen einer Pressekonferenz und bekannte sich öffentlich zu seinem gegenwärtigen Arbeitgeber. Atlético Madrid hat eigentlich kein ernsthaftes Interesse daran, sich von dem Mittelfeldstrategen zu trennen, deswegen werden die Atleti-Funktionäre auf einen Verkauf nicht pochen. Es sei denn, der Spieler selber möchte unbedingt wechseln. Die Zukunft von Arda Turan am Manzanares könnte eventuell mit dem Transfer von Diego zusammenhängen (siehe unten).

Cristian Rodriguez

Der Uruguayer riss mit seinem Spiel sicherlich niemanden vom Hocker, unabdingbar für die Mannschaft scheint er nicht wirklich zu sein. Seinen Verbleib in Madrid werden mehrere äußere Faktoren determinieren: Transferaktivitäten des Vereins im vorderen Mittelfeld, seine Form in der Vorbereitung auf die neue Saison sowie die Form des in dieser Spielzeit an Deportivo ausgeliehenen Portugiesen Pizzi. Sollte der quirlige Portugiese tatsächlich gut einschlagen und eine ernstzunehmende Alternative bilden, kann es für Cristian Rodriguez am Manzanares eng werden.

Diego

An der Verpflichtung des Spielers wird gerade gewerkelt, selbst Enrique Cerezo räumte es vor einigen Tagen ein. Um den Transfer zu realisieren, müssten zwei hohe Hürden überwunden werden: der Unwille der Wolfsburger, den Spieler abzugeben (im Falle des niedersächsischen Retortenklubs muss eine satte Ablöse nicht unbedingt ausreichen), sowie das üppige Gehalt des Brasilianers. Bei einem Wechsel zu Atlético müsste er auf zumindest die Hälfte seiner Einkünfte in Deutschland verzichten (ca. 10 Mio. € brutto). Was seine künftigen Pläne angeht, hielt sich der Spieler zuletzt selbst ein wenig bedeckt. In einem Kicker-Interview schloss er seinen Verbleib in der Bundesliga zwar nicht aus: „Ich fühle mich in Wolfsburg wohl, habe hier noch einen Vertrag bis 2014. Es wird keinen Ärger geben (wenn ich bleiben müsste – Anm. d. Red.), ich respektiere jede Entscheidung“, machte zugleich Hoffnung den Madrilenen: „ Mein Vertrag bestimmt natürlich ein bisschen den Preis. Aber wenn sie mich wollen, dann werden sie mich auch bezahlen können“. Die Entscheidung im Falle Diego sollte tunlichst schnell fallen, es ist auch der Wunsch des Brasilianers: „es gibt keinen Grund zu warten. Ich hoffe, so schnell wie möglich Klarheit zu haben“. Die etwaige Ankunft des Dribbelkünstlers würde die Zukunft von Raul Garcia (mit hoher Wahrscheinlichkeit) sowie von Arda Turan (nicht ausgeschlossen) im Atleti-Dress in Frage stellen.

Von | 2013-05-29T09:08:03+00:00 28. Mai 2013|1. Mannschaft, Atlético, Transfermarkt|0 Kommentare

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