Jose Luis Caminero für clubatleticodemadrid.com

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Jose Luis Caminero für clubatleticodemadrid.com

caminero1Die Spieler sind im Urlaub, der Coach erholt sich ebenfalls von der letzten Spielzeit und die Fans beschäftigen sich mit den neuesten Transfergerüchten. Er hingegen muss nun akribisch arbeiten. Jose Luis Caminero – der Sportdirektor der Rojiblancos und derjenige, der für die Transfers zuständig ist – werkelt am neuen Kader für die Spielzeit 2013/’14. Auf der offiziellen Klub-Webseite, www.clubatleticodemadrid.com, ließ der ehemalige spanische Nationalspieler und Atleti-Akteur (1994-’98) die letzte Saison kurz Revue passieren und erzählte zudem von den Plänen für die anstehende Spielzeit.

Zur letzten Saison:
Die Bilanz ist durchaus positiv. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, erreichten wir. Unser Hauptziel, die Champions-League-Teilnahme, brachten wir unter Dach und Fach. Dazu kam noch der UEFA-Super-Cup und schlussendlich setzen wir jener herausragenden Saison mit dem Copa del Rey die Krone auf. Ansonsten spielte Atlético wirklich auf einem hohen Niveau, unsere Ergebnisse waren in Ordnung, mit einer solchen Spielzeit muss man einfach zufrieden sein.

Die Grundlagen des Erfolges:
Das Engagement aller Spieler war nicht unwesentlich, die Arbeit aller Mitarbeiter rund um die Mannschaft, der tolle Kontakt zwischen den Spielern und dem Trainer. Es ist uns zudem gelungen, die schwierigen und wichtigen Partien zu unseren Gunsten zu kippen. Das alles gab uns Ruhe sowie Zuversicht, dass wir um unsere Ziele kämpfen können. Ich werde nimmermüde bei der Betonung der hervorragenden Arbeit von Diego Simeone und seinen Schützlingen.

Die Tatsache, dass es im Sommer 2012 gelang, das Rückgrat der Mannschaft am Manzanares aufrecht zu erhalten, beeinflusste ebenfalls die vergangene Spielzeit: „Jener Faktor müsste hervorgehoben werden. Etliche Spieler verließen den Verein, für sie erschienen einige neue Gesichter im Klub. Grundsätzlich blieb aber das Gerüst der Mannschaft unverändert. Diejenigen, die zu uns stießen, bildeten eine wichtige Ergänzung und man konnte auf sie immer zurückgreifen. Wir schufen ein Kollektiv, dass sich jeden Tag entfaltete und noch lange nicht am Ende der Entwicklung ist.

Die Bedeutung der Champions-League-Teilnahme:
Die direkte Qualifikation zur Champions League machte mich am glücklichsten. Wir sollen keinen Hehl daraus machen, dass die Teilnahme an der Champions League mehrere Vorteile mit sich bringt. Sie beeinflusst nicht nur das Ansehen des Vereins, sie wirkt sich auch auf die Stabilität der Mannschaft sowie auf die Klubkasse positiv aus. Die Champions League ist die Crème de la Crème des Vereinsfußballs und wir sind überglücklich, dass wir daran erneut teilnehmen werden. Außerdem ist Atlético Madrid ein großer Verein, der es einfach verdient hat, sich mit den besten Teams in Europa messen zu dürfen.

Die Verlängerung des Vertrages von Diego Simeone:
Wir wissen seine Arbeit hochzuschätzen und sind damit mehr als zufrieden. Seine Ergebnisse sind herausragend. Wir glauben an Cholo, deswegen haben wir uns entschlossen, ihn mit dem Aufbau der Atleti-Mannschaft der Zukunft zu betrauen. Das ist eigentlich sein Projekt, er ist der Hauptverantwortliche dafür. Uns bleibt zu hoffen, dass er seine tolle Arbeit in Madrid fortsetzt und die Glasvitrine im Estadio Vicente Calderon weiter füllt.

Der Abschied von Radamel Falcao:
In den beiden Jahren übertraf er alle unseren Erwartungen. Er war immer engagiert, schoss viele Tore und dafür möchte ich mich bei ihm sehr bedanken. Er durfte uns schon im letzten Sommer verlassen, er entschied sich allerdings für einen Verbleib, um uns im Kampf um unsere Ziele zu unterstützen. Dies hatte er prima getan. Dank ihm spielen wir in der Champions League und wir mussten zusätzlichen Platz für zwei neue Trophäen in unserer Pokalvitrine finden. Ich wünsche ihm alles Gute beim AS Monaco und bin fest davon überzeugt, dass er dort sofort einschlägt.

Der Blick in die Zukunft:
In erster Linie brauchen wir ein konkurrenzfähiges Team, um erfolgreich an drei Fronten spielen zu können. Wir wollen unbedingt die Schlüsselspieler behalten, zugleich möchten wir unseren Kader mit solchen Spielern verstärken, die das Niveau unserer Mannschaft aufbessern können. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir finanziell alles andere als breit aufgestellt sind, als großes Hindernis empfinde ich es dennoch nicht. Atlético Madrid ist in der Lage, die tollen Spieler für weniger Geld zu holen. Es ist unsere Philosophie und wir werden uns daran weiterhin halten.

Die Ziele für die kommende Spielzeit:
Die Marschroute bleibt unverändert: Mit einer hohen Platzierung in der Primera Division wollen wir erneut in die Champions League. Wenn es in der Liga optimal läuft, werden die Auftritte an anderen Fronten ebenfalls angenehm. Zwar fokussiert sich Cholo primär auf die Gegenwart, wir müssen aber unter den besten sein, von daher sollen wir unbedingt wieder unter die ersten Vier kommen. Es ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen möchten.

Die jungen Wilden:
Der Nachwuchs macht einen überaus wichtigen Teil unserer Vereinsphilosophie aus. Die jungen Fußballer gedeihen hier und lernen, dass das Spiel im rot-weißen Dress etwas Außergewöhnliches ist. Sie müssen sich dessen bewusst sein, dass die Möglichkeit, die rot-weißen Trikots zu überstreifen, eine Ehre ist. Dies muss man sich zuerst hart erarbeiten, der Stolz ist im Nachhinein aber groß. Wir sind selbstverständlich sehr stolz darauf, dass wir etliche Spieler aus unserer Fußballakademie – Gabi, Mario, Koke – im Kader haben, sie sollten von jüngeren Kollegen zum Vorbild genommen werden. Solche talentierten Spieler wie Javi Manquillo, Saul Niguez und Oliver Torres drängen sich allmählich auf, sie werden künftig unser Spiel prägen.

Von | 2015-06-28T17:03:06+00:00 15. Juni 2013|1. Mannschaft, Atlético, Champions League|0 Kommentare

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