Interview mit Krystian Prymula (2005/2006)

Interview mit Krystian Prymula

Krystian Prymula

Der Peña Atlética Centuria Germana ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen, mit Krystian Prymula ein Telefoninterview zu führen.
Der Rechtsaußenstürmer vom MSV Neuruppin durfte im Januar 2006 ein einwöchiges Probetraining bei Atlético Madrid absolvieren.
Wir möchten ihn hier zu seiner Zeit in der spanischen Hauptstadt und zum Fußball allgemein interviewen.

Durch das Interview leitet Hannah Janz.

 

Das Interview als Video

 

Das Interview in Textform

Heute haben wir vom PACG die einzigartige Möglichkeit mit Krystian Prymula ein Telefoninterview zu führen. Der Rechtsaußenstürmer vom MSV Neuruppin durfte Mitte Januar 2006 ein einwöchiges Probetraining bei Atlético Madrid absolvieren. Wir möchten ihn hier zu seiner Zeit in der spanischen Hauptstadt und zum Fußball allgemein interviewen.

PACG: Hallo Herr Prymula.

KP: Hallo grüße sie.

PACG: Zunächst einmal haben wir ein paar Fragen zu ihnen, damit die Leser unserer Seite atleticomadrid.de sich einen guten Überblick zu ihrer Person verschaffen können – Beschreiben sie uns doch bitte kurz ihre bisherige Fussballerlaufbahn.

KP: Angefangen hab ich mit 11 Jahren Fussball zu spielen – zuerst hab ich auf der Straße gekickt, dann hat mich jemand angesprochen ob ich mal Lust hätte im Verein zu spielen, da hab ich gesagt: “Ok ich werds mal versuchen und so hab ich dann angefangen bei BFC Preußen, dann SV Blau – Weiss , Tennis Borussia und nach der Jugend hab ich dann bei Berliner AK gespielt. Das war Oberliga Zeit, damals, da es so gut für mich lief, hab ich dann gleich in der Winterpause einen Vertrag in der Regionalliga unterschrieben beim Chemnitzer FC und dann wiederum einen Vertrag in der 2.Liga unterschrieben beim LR Ahlen, worauf ich dort fast 2 Jahre tätig war, aber leider nicht so zum Zuge kam. Danach musst ich leider den Verein verlassen und ging zurück zum Chemnitzer FC, wo ich ein halbes Jahr gespielt habe. Als es dann auch beim CFC nicht mehr so positiv war bin ich zum MSV Neuruppin gekommen.

PACG: Wie lange spielen sie nun schon dort?

KP: Dort spiele ich jetzt das zweite Jahr – Bis zum Sommer, was dann passiert weiß ich noch nicht.

PACG: Welche fussballerischen Vorbilder haben sie?

KP: Mein Vorbild ist Shevchenko vom AC Milan.

PACG: Wofür bewundern sie ihn besonders?

KP: Die Kaltschnäutzigkeit, wie er sich durchsetzt und die Tore macht und auch Weltklassefussballer Ronaldinho bewundere ich sehr.

PACG: Mitte Januar diesen Jahres wurden sie von Atlético zum Probetraining eingeladen – Wie haben sie auf ihre Einladung nach Madrid reagiert?

KP: Ich war wirklich positiv geschockt, dass es auf einmal so ein Verein ist, ein Traditionsclub aus Madrid, der auch weltweit bekannt ist – ich war richtig überrascht, als ich die Einladung bekommen habe und habe mich innerlich unheimlich gefreut und dieses Risiko gewagt.

PACG: Wie war die Betreuung in Madrid? Wurden sie zum Training begleitet? Hatten sie einen englischsprachigen Betreuer oder dergleichen?

KP: Ich habe einen Bekannten in Madrid, der auch spanisch und portugiesisch kann, der mich betreut hat und auch vom Flughafen abgeholt hat. Er hat mich auch in die Stadt begleitet, mir einiges gezeigt und mir die spanische Lebensweise erklärte – Was mich vor allem beeindruckte: die Größe der Stadt – eine wunderschöne Stadt.

PACG: Damit bestätigt sich auch der Eindruck den wir vom PACG jedes Mal bekommen wenn wir in Madrid sind – Also kannten sie Atlético vor ihrer Reise auch schon?


 

KP: Ja natürlich, vor allem aus dem Fernsehen von LaOla. Dass ich dort mal vorspielen muss und dorthin eingeladen worden bin – Einfach unbeschreiblich.

PACG: In welcher Mannschaft und unter welchem Trainer dürften sie am Training in Madrid teilnehmen?

KP: Die Namen weiß ich leider nicht aus dem Kopf, aber es waren so viele Trainer und Betreuer da, das konnte ich mir gar nicht merken, es waren immer fünf, sechs Leute da.

PACG: Hat irgendjemand einen besonderen Eindruck auf sie gemacht beim Training?

KP: Die Trainer von der ersten und der zweiten Mannschaft, denen ich durch meine Schnelligkeit aufgefallen bin und wodurch ich gleich den Spitznamen Sheva bekommen habe.

PACG: Und wie ist das Probetraining dann abgelaufen?

KP: Am Anfang war es komisch für mich, da ich kaum beachtet wurde. Aber im laufe der Woche wurde ich immer besser von den Spielern angenommen, sie haben dann auch versucht mit mir zu reden und haben mich immer mehr eingesetzt und die Bälle gespielt. Wir haben uns immer besser verstanden und am Ende sogar ab und zu Späße gemacht – Es war also ganz lustig.

PACG: Was ist ihnen beim Training besonders aufgefallen? Besonders im Vergleich mit Deutschland – Was war anders?

KP: In Spanien ist alles etwas lockerer und lustiger. Das Aufwärmprogramm, ja das ganze Trainingsprogramm ist komplett anders als in Deutschland. Davon war ich auch positiv überrascht weil es einfach Spaß gemacht hat. Als es gibt schon sehr viele Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland.

PACG: Sie hatten also auch die Möglichkeit zu anderen Atlético Spielern Kontakt zu knüpfen?

KP: Ja das ist richtig. Ich habe mich aber nur mit ihnen unterhalten, mehr auch nicht, für mich war das alles völlig neu.

PACG: Wie hat man sie über die Ergebnisse ihres Probetrainings informiert?

KP: Ich habe erst am Freitag Abend erfahren, dass es positiv für mich gelaufen ist, dann bin ich zunächst zurückgeflogen und hab dann Samstag erfahren, dass man mich haben wollen würde. Erstmal für die zweite Mannschaft, damit ich mich dort zeigen kann , da ich ja noch nicht so bekannt bin und wenn die Leistungen dann stimmen könnte ich mich auch in der Ersten zeigen und präsentieren.

PACG: Werden wir sie nächste Saison bei Atlético sehen?

KP: Also ich halte mir auf jeden Fall die Option offen, aber momentan kann ich dazu noch nichts sagen.

PACG: Welchen Gesamteindruck hat Atlético auf sie gemacht?

KP: Einen sehr positiven, sowohl die Stadt, als auch der Verein, da es ja ein Traditionsclub ist, der weltweit einen guten Namen hat.

PACG: Kommen wir zu den letzten Fragen: Diese beziehen sich auf die WM, da Deutschland zur Zeit ja nur noch dieses eine Thema kennt – mit welchem Interesse werden sie die WM verfolgen?

KP: Ich werde es mir in aller Ruhe vor dem Fernseher ansehen.

PACG: Sie haben also keine Karten bekommen und gehen nicht ins Stadion?

KP: Nein leider nicht, ich werde nur Zuschauer vor dem Fernseher sein.

PACG: Werden ja die meisten leider – Letzte Frage: Welche Teams halten sie für die Favoriten auf den WM- Titel?

KP: Ich hoffe auf einen Außenseiter, ein Überraschungsteam, das irgendetwas in diese Richtung passiert.

PACG: Herr Prymula haben sie vielen Dank im Namen des PACG, dass sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Wir wünschen ihnen für ihre Fussballkarriere noch alles erdenklich Gute und hoffen natürlich sehr, dass wir sie dann auch bei Atlético bewundern würden. Wenn wir ihnen in dieser Hinsicht weiterhelfen können sollten, würden wir uns sehr freuen wenn sie sich nicht scheuen würden uns zu kontaktieren. Vielen Dank.

KP: Dann möchte ich mich auch noch bei allen bedanken, hat mich sehr gefreut dieses Interview zu führen.