Die Vertragssituation der Atlético-Spieler

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Die Vertragssituation der Atlético-Spieler

Das Wappen des Club Atlético de Madrid S.A.D.Die Saison 2012/13 neigt sich langsam Ihrem Ende entgegen und in der Führungsetage laufen bereits die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit, in der Atlético Madrid (natürlich wenn das Team in keine ernsthafte Formkrise in den verbliebenen Spielen schlittert) nach vier Jahren Pause erneut in der Champions League spielen wird. Eine konkurrenzfähige Mannschaft ist nicht nur eine Voraussetzung für den erfolgreichen Kampf an drei Fronten, sie war ebenfalls eine der Forderungen von Diego Simeone, als er vor wenigen Wochen seinen Vertrag am Manzanares verlängerte. Und wie sieht die momentane Vertragssituation der Rojiblancos aus?

Diego Pablo Simeone, der Kopf der ganzen Unternehmung, besitzt einen Vertrag bis Juli 2017 und seine Zielsetzung ist, Atlético Madrid auf Dauer im „Konzert der Großen“ des spanischen Fußballs zu etablieren, keine einfache Aufgabe in Anbetracht der finanziellen Möglichkeiten des Vereins, keine unmögliche aber, wie die gegenwärtige Spielzeit zeigt. Ebenfalls bis Juli 2017 besitzen Verträge die Spieler Filipe, Oliver Torres sowie Mario Suarez, alle drei haben Zukunft am Manzanares. Die Arbeitspapiere von Sergio Asenjo, Miranda, Koke, Christian Rodriguez, Gabi, Diego Costa, Insua sowie Javier Manquillo laufen bis Juli 2016, es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der eine oder der andere Spieler von den oben genannten den Verein doch noch verlässt (Asenjo? Christian Rodriguez?). Noch drei Jahre gültigen Vertrag besitzt auch Falcao, dieser besondere Fall wir jedoch am Ende des Beitrages detaillierter dargestellt.

Im Sommer 2015 laufen die Verträge von Adrian, Arda Turan, Diego Godin sowie Juanfran aus. Adrian sucht seit geraumer Zeit vergeblich nach seiner Form, beim passenden Angebot kann er abgegeben werden (englische Vereine sollten Interesse an ihm bekundet haben). Arda Turan liebäugelte vor Kurzem zwar mit einem Wechsel, sollte aber keine lukrative Offerte für den Türken angeflogen kommen, muss der Verein nicht handeln. Diego Godin und Juanfran sind als Säulen der Atleti-Mannschaft einzustufen und womöglich sollten mit den Beiden die Verträge verlängert werden. Cata Diaz, Jorge Pulido und Raul Garcia sind noch ein Jahr an den Verein gebunden, deren Verkäufe scheinen allerdings nicht ausgeschlossen zu sein. Tiago, dessen Vertrag in einigen Wochen ausläuft, befindet sich in Verhandlungen mit Atlético, die Aussichten auf eine Verlängerung sehen dem Vernehmen nach gut aus und über die Zukunft von Thibaut Courtois entscheidet der Londoner Verein Chelsea, der Besitzer dessen Transferrechte. Eine weitere Ausleihe an Atlético könnte in Frage kommen.

Dazu gesellen sich die Spieler, die im Moment an andere Vereine auf Leihbasis abgegeben sind (Silvio, Ruben Perez, Joel Robles, Pizzi). Ihre Zukunft im Atleti-Dress ist unklar, die größte Chance auf einen Verbleib am Manzanares hat der portugiesische Stürmer Pizzi (Vertrag bis 2016), unabhängig davon, ob Adrian den Verein verlässt oder nicht. Sollte Courtois in London bleiben müssen, könnte Joel Robles um den Platz zwischen den Pfosten mit Asenjo oder einem anderen verpflichteten Torhüter streiten.

Mögliche Verstärkungen? In den Medien kursieren mehrere Namen (die heißesten Gerüchte: Diego vom VfL Wolfsburg sowie Patrick Ebert von Valladolid), vieles hängt jedoch von der wichtigsten Personalie (auch in finanzieller Hinsicht) bei Atlético ab, nämlich von der Zukunft des kolumbianischen Stürmerstars Falcao. Der bullige Angreifer schoss in dieser Saison wettbewerbsübergreifend 28 Tore, genau so viele wie zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Spielzeit, dafür brauchte er allerdings fünf Spiele weniger. Diese tolle Trefferquote des Kolumbianers weckt Begehrlichkeiten mehrerer Vereine, welche über das „nötige Kleingeld“ verfügen würden, um den Spieler von seinem gegenwärtigen Verein loszueisen. Lange galt der FC Chelsea als aussichtsreicher Kandidat (in die Transaktion sollten zudem Fernando Torres sowie möglicherweise auch Thibaut Courtois eingebunden worden sein), unter der Woche berichtete u.a. „der Kicker“, Manchester United sei nun ins Rennen um den Kolumbianer eingestiegen. Im Spiel seien ca. 55 Mio. Euro, die Ausstiegsklausel im Falcaos Vertrag belaufe sich auf über 60. Mio. Der etwaige Verkauf der Atleti-Silbertafel könnte eine ähnliche Reaktion auslösen wie die Abwanderung von Fernando Torres im Sommer 2007. Aus den für den spanischen Nationalspieler erhaltenen Geldern finanzierte der Verein damals prächtige Verstärkungen: Diego Forlan, Simao, Jose Antonio Reyes, Raul Garcia.

Auf die Atlético-Macher kommt sicherlich noch viel Arbeit zu, um die den Vorstellungen des Trainers entsprechende Truppe für die kommende Saison zusammenzubasteln. Die Tatsache, dass Atleti nächste Saison in der Champions League spielen sollte, verbessert allerdings die Verhandlungsposition der Rojiblancos maßgeblich.

Von | 2014-10-15T11:38:08+00:00 11. April 2013|1. Mannschaft, Atlético|0 Kommentare

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