Estadio ManzanaresNicht nur der 25. Mai fand seinen Platz in der Geschichte von Atlético Madrid, am 27. Mai wird an womöglich größte Persönlichkeit in der Klubgeschichte zurückgedacht. Heute hätte der langjährige Atleti-Präsident seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Señor Vicente Calderon Perez-Cavada (geboren am 27. Mai 1913 in Torrelavega) übernahm die Geschicke bei Atlético (zunächst kommissarisch) im Januar 1964, einige Wochen später ist er im Amt bestätigt worden. Als seine erste Amtshandlung ließ er den Bau des neuen Stadions – Estadio Manzanares – beschleunigen, so dass bereits am 2. Oktober 1966 der neue Fußballtempel aller Atleti-Fans mit einem Spiel gegen den FC Valencia (1:1) eingeweiht werden konnte. Unter seiner Regie erlebte der Verein seine beste Phase in der schon 110 Jahre währenden Geschichte: Viermal waren die Rojiblancos spanischer Meister (1966, 1970, 1973, 1977), ebenfalls viermal gewannen sie den Copa del Rey (1965, 1972, 1976, 1985) und einmal den Weltpokal (1974, Bayern München – als damaliger Sieger des Europokals der Landesmeister – wollte nicht antreten). Ansonsten standen die Colchoneros 1986 im Finale des Europapokals der Pokalsieger sowie 1974 im Finale des Europokals der Landesmeister, das knapp verloren ging.

Die erste Amtszeit von Vicente Calderon am Manzanares endete im Juni 1980, die zweite dauerte vom Juli 1982 bis zu seinem Tod am 24. März 1987 (Herzinfarkt) an. Vicente Calderon war schon zu seiner Lebzeit im Verein hochgeschätz, am 14. Juli 1971 wurde Estadio Manzanares zu seinen Ehren in Estadio Vicente Calderon umbenannt. Bis heute gilt er als der größte Atleti-Präsident aller Zeiten, es gibt sogar Pläne, dem künftigen Stadion von Atlético Madrid den Namen „Estadio Vicente Calderon II“ zu geben.