Francisco Miguel Narváez Machón – „Kiko“ – Eine rot-weiße Legende

Francisco Miguel Narváez Machón - "Kiko"

 
 
Francisco Miguel Narváez Machón - "Kiko"

 
 
Francisco Miguel Narváez Machón - "Kiko"

Spielerdaten

Geboren: 26.04.1972 in Jerez de La Frontera
Nationalität: Spanier

Position: Stürmer
Karriere bei Atlético: 1993 – 2001
Spiele für Atlético: 278
Tore für Atlético: 64


Spielerinfos

Der Name Kiko lässt das Herz eines jeden Rojiblanco höher schlagen, denn in den 90er Jahren genoss kaum ein anderer Spieler solch einen hohen Stellenwert im Verein und bei den Fans. Der „spielende“ Stürmer, der nicht darauf bedacht war am Strafraum zu warten und Bälle in die Maschen zu zimmern, sondern durch Spielübersicht und technische Kunststücken zu überzeugen wusste, machte seine ersten Schritte im Profifußball im benachbarten Cádiz, wo er als 18-Jähriger in der Primera División debütierte. Nachdem der Jungspund den Klub einige Male vor dem Abstieg rettete, trat dieser im Sommer 1993 ein. Ohnehin galt er als verbraucht im kleinen Verein Andalusiens, denn mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona (er schoss das Siegtor in der Schlussminute) spielte er sich in den Vordergrund und glänzte an der Seite vieler Talente.

Doch die Klubtreue erfuhr auch sein nachfolgender Verein Atlético Madrid, für die er zu einer Ikone empor stieg und sein Debüt am 5. September 1993 beim 1:0 Sieg über CD Logroñés feierte. Nach einer schwierigen Anfangsphase, die vor allem durch die ständigen Trainerwechsel geprägt war, kam 1995 mit Radomir Antic seine Rettung. Sensationell gewannen die Colchoneros in dieser Spielzeit das Double und „Kikogol“ bewies, dass er noch immer zu den Besten gehörte. Nur durch seinen eigenen Willen im Klub zu bleiben und den Fans, die fast auf die Barrikaden gingen, wurde ein millionenschwerer Transfer zu dieser Zeit verhindert.
Sein schwierigster Auftritt fand im darauffolgenden Jahr in der Champions League statt, als er mit Ansehen musste, wie das Halbfinale dahin schwand, obwohl er im Alter von 24 auf seinem Zenit war. 1998 zwangen ihn schwerwiegende Sprunggelenksprobleme zu einer einjährigen Pause. In dieser Zeit erlebten die Rojiblancos die härteste Zeit ihrer Geschichte, doch auch in der Segunda División blieb er seinen Farben treu. Ohne Gehaltsbezüge im Unterhaus vereinbarte er den Kompromiss bei einem Nicht-Aufstieg wechseln zu können. Auch wenn kurz nach seinem Comeback im Frühjahr etliche Gerüchte aufkamen, so z.B. ein Wechsel zum AC Mailand, der nur an seinen malträtierten Sprunggelenken scheiterte, blieb er in Madrid, obwohl sein geliebter Verein vom Meisterschafts- zum Abstiegskandidaten mutierte. Kurz vor seinem Abschied am Manzanares ging er in einer Partie vom Platz und machte dem damals 17-Jährigen Fernando Torres Platz, welcher sein Nachfolger werden sollte. Er wechselte zum Abschluss dann doch nicht wie angenommen zu Lazio Rom, sondern ließ seine Karriere für sechs Monate noch beim FC Extremadura ausklingen.

Zu dem Gastspiel vor seinen geliebten Fans kam es jedoch nicht, da in der Partie vor dem Besuch am Manzanares seine fünfte Gelbe Karte sah. Mit gerade einmal 30 Jahren zwangen ihn seine beiden Knöchel 2002 zu einem vorzeitigen Ende, da er nach seiner langen Auszeit nicht mehr der Alte wurde. Für die Selección lief der Musterprofi insgesamt 28 Mal auf, wobei er bei der Europameisterschaft 1996 und bei der Weltmeisterschaft 1998 mit dabei war. Seit seinem Karriereende fungiert Kiko als Experte für verschiedene Radio-, sowie TV-Sender.


Erfolge mit Atlético

1996 Meister
1996 Pokalsieger

 

sonstige Erfolge

1992 Olympiasieger


Karriere

1990 – 1993 FC Cádiz
1993 – 2001 Atlético Madrid
2002 – 2002 FC Extremadura