Atlético FAQs – I. Über die Colchoneros

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Atlético FAQs – I. Über die Colchoneros

Museum rot-weiße MatratzeAls besonderes Schmankerl und auch um die Wartezeit auf das Liga- und Pokalderby gegen Real Madrid zu verkürzen, möchten wir eine dreiteilige Serie allen Fans der Rojiblancos anbieten.

Die folgende FAQ wurde erstmals 1996 von Eduardo Hernandéz veröffentlicht. Sie erschien bei unseren Freunden von Señales de Humo und wurde so genau wie möglich übersetzt. Der Inhalt muss nicht zwangsläufig zu 100% mit den Meinungen des Teams von atleticomadrid.de einhergehen.

Vielmehr sollen diese Fragen und natürlich insbesondere die Antworten einen kleinen, interessanten, aber auch humoristischen Blick auf das Fanleben der Colchoneros werfen, den Fans von Atlético Madrid.

 

I. Über die „Colchoneros“

1.1. Warum Atléti?
Atlético ist nicht mehr und nicht weniger als ein Fußballverein. Nur ein Fußballverein. Atlético hat keine fremde Unterstützung, keine künstlichen Mächte, keinen Druck durch Gruppen, keine Beeinflussung durch Medien, sondern nur seine Fans. Der Verein Atlético repräsentiert keine politischen Gruppen, kein Bundesland, noch nicht mal sein Rathaus, er repräsentiert nur sich selbst und seine Fans. Und trotzdem ist er groß! Der Größte für uns! Ohne Zweifel ist er für uns wegen seinen Titeln und Hilfen der verdienstvollste Verein.

1.2. Warum diese FAQ-Seite?
Glücklicherweise gibt es schon einen Haufen Internetseiten über Atlético, mit Fotos, Gesängen, Geschichte, Zusammenfassungen der Saison, etc. In dieser verwenden wir das Format von Frage / Antwort. Wir hoffen es gefällt Euch!

1.3. Hat Atlético keine lokalen Supporter?
Das Verhältnis zwischen Rojiblancos und Madridistas ist nach meinem Wissen ungefähr 3 zu 7, zu Gunsten der Merengues. Das ist auch das Kriterium, das die politische Stadtführung vertritt, um seine Begünstigungen zu verteilen. Obwohl das bedeutet, dass wir nicht komplett ignoriert werden, bekommen wir Rojiblancos trotzdem nie, einfach nie, die gleichen Begünstigungen wie Real. Daher hegen wir auch einen so hohen Unmut gegenüber den teilweise dreisten und falschen Vergleichen, mit denen wir Rojiblancos uns auseinandersetzen müssen.

1.4. Gibt es diese Benachteiligung?
Ohne Zweifel und nicht nur von den lokalen Körperschaften, wie schon gesagt wurde, sondern speziell von den Medien. Es reicht, ein paar Seiten der Tageszeitungen durchzublättern, um zu sehen, dass die Informationen über Atlético auf den schlechtesten Seiten zu finden sind, sogar wenn Atlético gesiegt hat, Pokale gewonnen hat oder Meister geworden ist. Dies liegt an den parteiischen Journalisten und dem kommerziellen Einfluss, der an der Proportion 3 zu 7 deutlich wird.

1.5. Gibt es ähnliche Fälle in anderen Städten?
Ja, es gibt Fälle in anderen Städten mit mehr als einem Verein. Barca und Espanyol ist ein Beispiel, hier gilt der Vergleich aber nicht, da ein enormer Unterschied zwischen den Vereinen in Bezug auf Titel und Infrastruktur herrscht, das ist bei Real und Atlético aber nicht so. Sevilla hingegen ist ein anderer Fall. Obwohl seine beiden Vereine (FC Sevilla und Betis Sevilla) der „zweiten Stufen“ großer Vereine in Spanien angehören (1. Stufe Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid) und die sportliche Macht oft wechselt, so ist die lokale Unterstützung offensichtlich gut verteilt.

1.6. Bedeutet dies alles, dass wir unter Verfolgungswahn leiden?
Nein. Die verschiedenen Behandlungen existieren nun mal und sind auch leicht von objektiven Beobachtern feststellbar. Auf alle Fälle und obwohl man gegen diese Diskriminierung kämpfen muss, macht dieses Gefühl die Fans vom Manzanares stärker. Es schweißt uns zusammen und lässt uns unsere Erfolge noch mehr genießen.

1.7. Was sind die offensichtlichsten Fälle von Benachteiligungen?
Bezogen auf die Medien: TVE und Canal Plus mit seiner Teilung, Barca (Autonome Macht) und Real Madrid (Zentralmacht). Telemadrid wegen seinem verheerenden Unterschied in der Behandlung beider Vereine und die anwidernde Sportzeitung mit dem roten M, die es nicht mal verdient hat, dass man ihren Namen erwähnt.

1.8. Was können wir dagegen tun?
Im Fall der Fernsehsender bleibt uns nur übrig, uns auf eine höfliche und begründete Art mit aller Macht über die Berichterstattung zu beschweren und natürlich die vorhin erwähnte Zeitung nicht mehr zu kaufen.

1.9. Ist das Verhältnis von 3 zu 7 zwischen Atlético und Real Fans negativ?
Nein, auf keinen Fall. Ich hoffe und glaube, ich werde immer die Freude haben, zu dem „Gemeinen Volk“ dazuzugehören, das sagen kann: „Ich bin ein Rojiblanco, ich bin für Atleti“, im Gegensatz zu der elitären Schicht, den Bonzen, die Madridistas sind.

Von | 2014-10-15T11:39:20+00:00 27. März 2013|Atlético|0 Kommentare

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